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Geschichte des 11. Jägerregimentes der französischen Armee 1762-1994
Das ausländische Freikorps von WURMSER, gemischte Truppen aus Reitern und Infanteristen, errichtet durch den Marschall von SOUBISE
im Jahr 1762, bilden 1763 eine Legion bestehend aus vier Schwadronen. - Im Jahr 1788, durch Veranlassung des Grafen von BRIENNE, die Jäger von GEVAUDAN erschaffen 1779 durch die Versammlung der vier
Schwadronen, nehmen den Titel "Jäger der NORMANDIE" an und werden in das Militärregister als 11. Jägerregiment zu Pferde eingetragen. - Von 1791 bis 1815, nahm das 11. Jägerregiment fast
ununterbrochen an allen Kämpfen der Revolution und des napoleonischen Kaiserreiches teil.
Es kämpft in VALMY und in JEMMAPES ( 1792), sowie in NEERWINDEN, in MAUBEUGE, in WATTIGNIES ( 1793) und
trägt zum Sieg von FLEURUS (1794) bei.
Am 3. Dezember 1800, angeführt durch seinen Kommandanten, Oberst BESSIERES, trägt das Regiment durch vier Sturmangriffe in HOHENLINDEN zur Entscheidung bei.
- Im Jahre 1805 in ULM und in AUSTERLITZ sowie im Jahre 1806 in JENA und in LÜBECK erlangt das Regiment Berühmtheit. Bei einer Parade für den Kaiser am 22. November 1806, marschierte das Regiment vor
dem Brandenburger Tor in BERLIN.
Im Mai 1807, nach harten Kämpfen in EYLAU und in FRIEDLAND, präsentierte General LASALLE bei einer Truppenparade in ELBING dem Kaiser NAPOLEON das Regiment mit den
später berühmten Worten:
"
Sire, VOILA LES BONS"
( Sire, HIER SIND DIE GUTEN).
- 1812, mit der großen Armee, erlangt das Regiment Ruhm auf dem Schlachtfeld nahe dem Fluss MOSKVA.
- Nach der Niederlage bei WATERLOO im Jahre 1815, folgten weniger ruhmvolle Jahre in der Garnison. Von 1861 bis 1865, zieht das 11. Jägerregiment in ALGERIEN ins Gefecht als Vorkämpfer der Kolonnen
MARTINEAU und LAPASSET-DELIGNY. - 1870, dem Desaster von SEDAN entkommen, wobei dreiviertel der Truppen verloren gingen, wird das Regiment in AVIGNON wiederherstellt. - 1871, das Regiment kehrt
zurück in die Garnison: MEAUX 1872, St GERMAIN en LAYE 1878, am 12. September 1887 verlässt es St Germain und geht nach VESOUL.
Ab dem 3. August 1914, hat das Regiment Feindkontakt und betritt als
erster das besetzte MÜHLHAUSEN. - 1916, es kämpft in VERDUN und in LA SOMME, - 1917, in LE CHEMIN DES DAMES und in LA CHAMPAGNE. - 1919, das 11. Jägerregiment besetzt AACHEN und erhält
eine kollektive Auszeichnung, die Achselkordel, deren Farben grün und rot, die des Kreuzes des 1. Weltkriegs sind. Es kehrt als Sieger in seine Garnison nach VESOUL zurück.
Zweiter Weltkrieg, das
Regiment teilt sich in vier Aufklärungsgruppen, und widersetzt sich dem Feind unter großen Verlusten. - Bei der Befreiung Frankreichs 1944 wurde das Regiment wiederaufgestellt und nahm an der Besetzung der
PFALZ bis zum 30. April 1947, dem Datum seiner 4. Auflösung, teil.
Am 31. Dezember 1954 wurde das 11. Jägerregiment in BERLIN wiederaufgestellt aus dem Truppen 11. G.A.M (1949) bzw. 11. G.E.C.M (1951),
den Bewahrern der Standarte. Das Regiment findet dadurch seine Traditionen wieder. Es gehört zur Panzertruppe (Kavallerie) und besteht aus Wehrpflichtigen. Ausgerüstet mit AMX-Mittelkampfpanzern war das 11.
Jägerregiment besonders für die Panzerabwehr in besiedelten Gegenden ausgebildet. Das Regiment hatte eine Partnerschaft zum Bezirk Reinickendorf, zu der es eine feste, freundschaftliche Beziehung unterhielt. Seit
1991 bestand auch eine Partnerschaft zum THW, Ortsverband Reinickendorf.
Es war in Berlin stationiert als Besatzungsmacht, als Schutzmacht und schließlich als Partner für Europa. Dabei blieb es immer
kampfbereit bis zum 31. März 1994. - Das Regiment repräsentierte Frankreichs Werte und verteidigte den Westteil BERLINS mit den Amerikanern und Briten. Am 15. September 1994 erlebte es seine 5.
Auflösung. Seine Standarte kehrte nach Vincennes in die Dienstelle für historische Angelegenheiten des Heeres zurück. Seine Reliquien werden bis 1999 in Sankt -Wendel vom Aufklärungsschwadron der 1. Division
aufbewahrt. Seit der Auflösung der französischen Streitkräfte in Deutschland werden sie im neuen Museum ( Musée de l’Arme Blindée Cavalerie ) in Saumur aufbewahrt.
- "Sei unser
Regiment nicht in den gleichen Umständen erneut formiert, wie die die seiner letzten Wiederschaffung geleitet haben. Wünschen wir es für unser Europa, das solche Erfahrungen nicht mehr braucht, zu leben."
Auszug aus der Tagesordnung Nr.2 (12. April 1994) von Oberst Patrick CHANOINE, 75. und letzter Befehlshaber des 11. Jägerregimentes.
Seine Standarte trägt die Namen:
VALMY 1792
JEMMAPES 1792 AUSTERLITZ 1805 WAGRAM 1809
LA MOSKOVA 1812 LA MARNE 1914-1918
CHAMPAGNE 1915
BELGIQUE 1918
1994 erhielt sie das Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland
und der Stadt BERLIN, für “Einsatz für Frieden und Freiheit”.
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